Foto: fradellafra (Pixabay) / Font: defaultterror (dafont.com)

METALLSPLITTER: Killing Suzy / Vice

von

In unserer neuen Rubrik „Metallsplitter“ stellen wir Euch kurz und knapp Alben aus dem Bereich Hard Rock, Metal und ähnlich gelagerten Genres vor. Den Anfang machen wir mit KILLING SUZY („Everybody Dies, Darling!“) und VICE („The First Chapter“).


Killing Suzy – Everybody Dies, Darling!

So ist das, wenn man viel zu viel Arbeit und noch weniger Schlaf abbekommt, man verschwindet in der Versenkung und taucht erst wieder auf, wenn man kaum noch Luft hat. Nun denn, einmal Sauerstoffzelt bitte und weiter im Text!
Ich habe mich jüngst dem im Februar erschienenen neuen Album der Kölner Gothmetaler Killing Suzy gewidmet.

Die Band existiert bereits seit 2011 und nach anfänglichen Babyschrittchen in den Kölner Clubs ist die Band zu einer etablierten Größe in Szene herangewachsen.

Everybody dies, darling legt zu Beginn gut los, Ambras Stimme ist schön kraftvoll und insgesamt erinnert der Beginn ein ganz klein wenig an die frühen Werke Nightwishs. In den ersten Songs dominiert das melodische Keyboard noch sehr, wechselt dann auf schnellere, eher progressivere Rhythmen. Unter uns, das macht den Kohl aber auch nicht fett. Insgesamt kommen die Songs eher flach mit wenig Varianz daher. Wer 90s Gothmetal mit viel Melodic darin mag, für den spreche ich an dieser Stelle eine Kaufempfehlung aus. Wirklich fulminant und innovativ kommt das Album für alle anderen Metalheads leider nicht daher – nichts für ungut. Deshalb an dieser Stelle auch keine Nennung des stärksten Songs, es gibt für meine Ohren einfach keinen. Für den ersten, durchaus guten Eindruck spielt man am besten gleich den ersten Song „Everybody dies, darling“ und weiter „Sisters“ an. Große Kracher lässt das Album vermissen.

Fazit: Für Gothmetaler, die auf Melodie und Stimme stehen durchaus empfehlenswert, große Varianz oder innovative Riffs und Texte sind bei Killing Suzy leider Fehlanzeige. Das muss aber nichts Schlechtes sein, das Altbekannte mutet für den ein oder anderen doch angenehm heimelig an.


Vice – The First Chapter

Ein neuer Stern am Powermetal-Himmel!

Vice, das sind fünf Jungs aus Manchester, die dem Einheits-Brit-Pop-Brei den erhobenen Mittelfinger zeigen und uns `mal zeigen, was `ne Harke ist.
The First Chapter ist das Debut der Band und kommt als LP vollgepackt mit geilem Scheiß direkt von der Insel in unsere Anlagen.

Es geht schon gut los mit dem Einsteiger „Wrath“, bleibt auf hohem Niveau bis zu „Guttony“. „Lust“ ist ein reines Instrumental mit einer übertriebenen Länge von knapp 11 Minuten. Es wirkt ein bisschen so, als wären den Jungs in der Mitte die Ideen ausgegangen. Dezent anstrengend, wenn auch technisch durchaus auf gutem Weg. Ihre Instrumente beherrschen die Herrschaften.

Wer sich ein bisschen tiefer in der Materie auskennt, wird Anklänge von Machine Head und auch Stone Sour heraushören, Tom Atkinson kommt stimmlich bei „Envy“ tatsächlich ziiiiiemlich nah an Cory Taylor ran. Ich mag das!

Alles in allem ist den Burschen ihr Einstieg mit „The First Chapter“ durchaus gelungen und es bleibt wohl spannend, was da noch kommen mag. Potential ist vorhanden und ein gewisser eigenwilliger Stilmix ebenfalls. Ich vergebe 10 von 5 Punkten 😉 .

Steffi – klein, laut, chaotisch. Treibt seit mehr als 15 Jahren ihr Unwesen in der Düsterszene, marschiert auch mal härtere Gangarten und mutiert in Sachen Musik gern mal zum Schwamm. Kunstinteressiert, fotografiebegeistert, zerstreut geht sie mit Leidenschaft an ihre Leidenschaft. Singen, fotografieren, schreibseln, philosophieren und dem Papst ein Doppelbett anzudrehen sind die Dinge, die neben dem schnöden Bürojob ihr Freizeit füllen. Neuling bei den Avalosts, dadurch aber nicht weniger motiviert.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

*