AERACO - Baptized By Fire
Foto: Aeraco / Dark Star Records

AERACO – Baptized By Fire

Auch ich melde mich aus der Sommerpause mit frischem Material im Gepäck zurück. Hab ich euch was mitgebracht? Natürlich hab ich das. Erstes Sahnebonbon, was ich so während der vielen Freizeit *HUST* gelut.. äh gelauscht hab, ist das aktuelle Werk der Chicagoer Hard Rock Band AERACO.

Schauen wir uns doch zuerst einmal an, mit wem wir es überhaupt zu tun haben. Wie schon erwähnt, Aeraco kommen aus Chicago, auch bekannt als windy city. Mit frischer Brise in den obligatorischen langen Haaren, dachten sich Ace (Guitar/Vocals), Spidey (Guitar), Misfit (Drums) und Beast (Bass) im Jahr 2013: Gründen wir doch mal ’ne Band.
Und weil das Ganze auf dem Papier immer einfacher aussieht als gedacht und weil irgendwie niemand da draußen auf die Jungs gewartet hat (Warum eigentlich nicht?), produzieren, finanzieren und führen sie ihr Projekt komplett in Eigenregie. An dieser Stelle ziehe ich meinen virtuellen Hut, denn neben des kreativen Schaffens und der super Burger im Three Greens (ja, ich spreche aus kulinarischer Selbsterfahrung) sein Unternehmen in Sachen Hard Rock selbst zu führen, das nenne ich Leidenschaft für die eigene Sache.

Diese Leidenschaft kann man auch deutlich auf der erst kürzlich erschienen Scheibe „Baptized by fire“ hören. Grundsolide mit der gewohnten Kraft einer Hard Rock Band, die ihr Handwerk versteht, geht es los mit „Back with Vengeance“. Ace hat ein tolles Stimmenvolumen, das gesamte Ensemble erinnert wundervoll an die alten Heavy Metal und Hard Rock Klassiker der 80er und frühen 90er Jahre, inklusive meisterhafter Gitarrensoli, wie es sich für das Genre gehört.

Headbangend kommen wir dann zum 2. Song „Cum to Rock“. Nun, wenn man nicht hinschaut und etwas bewandert ist, in Sachen Filme über und mit Musik, fühlt man sich hier doch dezent in die School of Rock versetzt. Nicht jedermanns Sache, meine schon bestimmt nicht. An dieser Stelle also einen Stern Abzug, der Song wirkt irgendwie nicht.

Das machen die Jungs bei „Tequila and Lime“ aber auch fast sofort wieder wett. Hier servieren die 4 Jungs einen astreinen Heavy Metal Sommerhit. Erinnert mich an meine Jugend (Ja, die gab es auch irgendwann mal), inmitten langhaariger, grölender Zottels. Kinners, das war schön! Darüber hinaus auch hier wieder ein hervorragendes Gitarrensolo. So lässt sich’s aushalten.

Mit „All I know“ hören wir weiter die obligatorische Ballade und den stärksten Songs des Albums. What the…’ne Ballade?? Ja, ihr lest richtig. „All I know“ ist für mich der beste Song der „Batized by Fire„. Klar, melodisch, kraftvoll und unverkennbar. Dass die Balladen teils die größten (kommerziellen) Erfolge von Hard Rock- und Metal Bands werden können, kennen wir von Metallica („Nothing Else Matters„) und Guns ‚n‘ Roses („November rain„) auch. Einatmen, ausatmen….. Besser? Na also.


Fazit: Alles in allem überzeugen Aearaco mich vor allem damit, dass sie keine Experimente machen. Sie orientieren sich stilistisch an den großen Klassikern der 80er, ziehen auch in organisatorischer Hinsicht ihr eigenes Ding durch und gewinnen nicht nur in den USA eine immer größere Fanbase. Ich bin gespannt, wann der große Durchbruch in Deutschland um die Ecke kommt, verdient hätten es die Jungs allemal!


AERACO - Baptized By Fire


Steffi – klein, laut, chaotisch. Treibt seit mehr als 15 Jahren ihr Unwesen in der Düsterszene, marschiert auch mal härtere Gangarten und mutiert in Sachen Musik gern mal zum Schwamm. Kunstinteressiert, fotografiebegeistert, zerstreut geht sie mit Leidenschaft an ihre Leidenschaft. Singen, fotografieren, schreibseln, philosophieren und dem Papst ein Doppelbett anzudrehen sind die Dinge, die neben dem schnöden Bürojob ihr Freizeit füllen. Neuling bei den Avalosts, dadurch aber nicht weniger motiviert.