AVALOST TIMES: In eigener Sache - Social Media, DSGVO, Leistungsschutzrecht, Creative Commons und Updates
FOTO: ROMAN JASIEK / AVALOST.

AVALOST TIMES: In eigener Sache – Social Media, DSGVO, Leistungsschutzrecht, Creative Commons und Updates

Nachfolgend ein paar Worte in eigener Sache. Unser Thema heute: Social Media, Datenschutz, Urheberrechte bzw. die Urheberrechtsreform und Aktualisierungshäufigkeit hier im Blog.

Fangen wir mal mit dem Datenschutz und Social Media an. Einer der letzten (Datenschutz-)Skandale um Facebook war für uns einer zu viel. Deswegen haben wir beschlossen, so gut es denn eben geht, nicht nur Facebook sondern sämtlichen sozialen Netzwerken den Rücken zu kehren. Das heißt: Beginnend ab dem heutigen Tage findet Ihr keine (von AVALOST erstellten) Profile bzw. Fanpages in irgendeinem sozialen Netzwerk mehr. Diese Entwicklung, dass sich diese Dienste über die Auswertung von Nutzerdaten finanzieren und dadurch immer genauere Profile erstellt werden, finden wir äußerst bedenklich. Die Fragwürdigkeit eines solchen Geschäftsmodells dürfte inzwischen bei jedem Nutzer eines solchen Dienstes, speziell Facebook und dessen Töchtern, angekommen sein.

Man kann sich also entscheiden, dieses „Spiel“ mitzuspielen – oder aussteigen. Wir haben uns dafür entschieden, die AVALOST Times aus diesem Zirkus herauszuziehen. Da wir keine Werbeflächen verkaufen, keine gesponsorten Posts haben bzw. generell nicht einen Cent Umsatz oder gar Ertrag mit diesem Blog generieren, sind wir auf die sozialen Netze zur Selbstvermarktung auch nicht angewiesen. Wir freuen uns, wenn Ihr den Weg auch ohne den durch uns geteilten Link bei Facebook & Co. zu uns findet. Wir haben kein Interesse an Euren Daten und möchten die einschlägigen Datenkraken nicht noch zusätzlich durch Eure Interaktion mit uns füttern.

Wie vermutlich alle, die irgendwas publizieren, sind wir natürlich neugierig, wie häufig unsere Artikel aufgerufen werden. Daher verwenden wir die Statistikfunktion des WordPress Plugins Jetpack der Firma Automattic. Deren Datenschutzerklärung findet Ihr hier: https://automattic.com/privacy/*. Wir sehen dadurch, welche Artikel in definierbaren Zeiträumen wie oft aufgerufen wurden. Weiterhin ersichtlich für uns: Das Herkunftsland und ggf. die Quelle, die zu uns geführt hat (Suchmaschinen und Suchbegriffe z.B.). Wir sehen ansonsten keine weiteren persönlichen Daten. Keine IP-Adressen, keine Informationen zu verwendeten Browsern oder Geräten. Nix. Wir speichern von den überschaubar wenigen Daten selbst auch gar nichts. Außerdem informiert uns Jetpack übrigens darüber, wenn der Server der AVALOST Times mal nicht erreichbar sein sollte.

In dem Zusammenhang: Wir haben die Kommentarfunktion nach einigen Feldversuchen mit diversen Plugins und Anpassungen auf die DSGVO ein für alle mal deaktiviert. Einerseits ist uns der Aufwand zu hoch, hier ständig auf dem Laufenden zu bleiben (hey, wir machen das hier alles schließlich nur nach Feierabend), andererseits muss man es auch einfach nüchtern betrachten: Die Nutzung lag nur wenig über null. Sollten wir feststellen, dass die Nachfrage danach doch wieder steigt, denken wir diesbezüglich über eine Meinungskorrektur nach.

Ihr habt es sicher mitbekommen: Die Reformierung des Urheberrechts mit dem befürchteten (und zu erwartenden) Upload-Filter kommt. Die Entscheidungsträger haben sich schlicht über die massenhaften Proteste hinweggesetzt und das Ding in der EU durchgedrückt. Als wäre die DSGVO nicht schon potentieller Sargnagel vor allem für kleinere Webseiten, so ist das neue Leistungsschutzrecht in unseren Augen ein weiterer Schritt in zur Abschaffung eines freien Internets. Wir wollen uns keinen Alu-Hut aufsetzen, aber so langsam kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass alles so lange reglementiert wird, bis nicht mehr nur keine Innovationen mehr stattfinden (welche ernsthafte Alternative zu Facebook oder Instagram aus Europa kennt Ihr? Na?), sondern überdies die öffentliche Meinung nur noch von wenigen Medien gelenkt werden – nicht zuletzt weil der Rest einfach irgendwann entnervt aufgegeben hat. Auch wir haben nach DSGVO, Leistungsschutzrecht und allem, was vielleicht noch kommen mag mit dem Gedanken gespielt, die AVALOST Times einzustampfen.

Allerdings: Auch wenn das immer mehr zu einem Kampf gegen Windmühlen wird – der Autor dieser Zeilen publiziert seit über 20 Jahren im Netz; jetzt aufzugeben ist noch schwerer als das Rauchen einzustellen – und der innere Widerstand dagegen einfach enorm. Daher haben wir uns für eine andere Lösung entschieden.

Punkt eins: Hinsichtlich des Schutzes Eurer Daten haben wir getan, was uns als Laien und Feierabendblogger möglich war. Das Netz funktioniert so, dass Daten bei der Kommunikation zwischen Nutzer und Webseite übertragen werden. Wir haben nach bestem Wissen und Gewissen versucht, alles auf das absolut Nötigste zu reduzieren. Bei einer Überprüfung mittels des Analysetools Webkoll* stehen wir auch gar nicht so schlecht da, denke ich.

Der zweite Punkt: Dem Glauben an die Notwendigkeit eines freien Internets folgend steht seit dem 26. März 2019 der größte Teil der AVALOST Times unter einer Creative Commons Lizenz. Dies betrifft alle geschriebenen Artikel sowie alle Fotos, deren Urheberschaft mit Michael Kanzler oder Roman Jasiek gekennzeichnet ist. Fotos, Artworks und ähnliches, die wir von Dritten zur Verfügung gestellt bekommen haben, sind logischerweise davon ausgenommen, da die Urheberrechte dort nicht bei uns liegen. Im Rahmen dieser Creative Commons Lizenz steht es Euch frei, mit unseren Inhalten zu machen, was Ihr wollt. Im besten Fall entsteht irgendetwas Neues daraus, das wieder anderen von Nutzen ist. Ob private oder kommerzielle Nutzung steht Euch dabei völlig frei. Auch wir wären manches Mal nicht vorwärts gekommen, wenn andere ihre kreativen Leistungen nicht zur Verfügung gestellt hätten. Einfach so. Die Technik, die diesen Blog antreibt – WordPress – ist ein Paradebeispiel dafür.

Wir haben in diesem Zusammenhang nur zwei Unterpunkte mit der Bitte um Beachtung. Solltet Ihr irgendwas von uns verwenden, seid bitte so fair und nennt die Urheber bzw. Quelle. Und was wir ausdrücklich nicht wollen: Unsere Arbeiten in fragwürdigem oder illegalem Umfeld wiederfinden. Faschistische, rassistische, sexistische, diskriminierende, menschenverachtende oder sonstige Kackscheiße findet bitte ohne unsere Werke statt. Sollten wir dennoch unsere Arbeiten in diesem Kontext wiederfinden, werden wir entsprechende Maßnahmen ergreifen.

So. Kommen wir zum letzten Themenbereich dieses Schreibens: Die Aktualisierungshäufigkeit. Ihr seht es selbst, dass derzeit nicht so häufig etwas passiert. Ein Wort zur Erklärung: Wir betreiben die AVALOST Times in den Abendstunden nach Feierabend – so unser Privatleben uns die Zeit dafür lässt. Da einige von uns kürzlich Nachwuchs bekommen haben bzw. dieser kurz vor der Tür steht, andere im Hafen der Ehe eingelaufen sind, sich neue Jobs gesucht oder die Stadt gewechselt haben – neben all den anderen Hochs und Tiefs die das Leben immer so mitbringt – ist vielleicht verständlich, warum ein Blog eben nicht mehr so oft mit Inhalten gefüttert werden kann wie das noch vor einigen Monaten der Fall war. Aber. Wir haben immer noch Bock auf die AVALOST Times und trotz der Prioritätenverschiebung wenden wir uns, wenn es die Zeit erlaubt, mit der gleichen Leidenschaft und Hingabe diesem digitalen Baby zu wie eh und je. Wir hoffen hier auf Euer Verständnis und darauf, dass Ihr uns dennoch gewogen bleibt.

Soviel zum aktuellen Status quo im Hause AVALOST. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, wir gehen jetzt wieder zum Tagesgeschäft über.

Viele Grüße
das Team der AVALOST Times


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