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ACRETONGUE: Neues Album „Ghost Nocturne“ erscheint am 1. Februar 2019 via Dependent – endlich!

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Manchmal passiert es dass Musiker auf den Plan treten, die scheinbar mit solcher Kreativität gesegnet sind, dass ihre Alben, obwohl schon vor Jahren erschienen, auch heute noch nichts weniger als wegweisend sind. Das südafrikanische Projekt ACRETONGUE von Nico J., seit seinem zweiten Album „Strange Cargo“ beim Gelsenkirchener Qualitätslabel Dependent unter Vertrag, muss zweifellos zu diesen Ausnahmeerscheinungen gezählt werden. Einerseits, weil „Strange Cargo“, obwohl schon 2011 erschienen, noch immer den allermeisten (Szene-)Mitbewerbern den Rang abläuft, andererseits weil Nico J. in den vergangenen Jahren für Dependent so manches berauschende Artwork (unter anderem für Seabound) geliefert hat. Kürzlich kam Dependent mit der Ankündigung um die Ecke, dass im Februar 2019 endlich (!) ein neues Album von Acretongue erscheinen wird. Am 1. Februar wird „Ghost Nocturne“ den Weg zu allen interessierten Hörern finden. Dependent erzählt darüber:

Das Album
Sieben Jahre hat Nico J. gebraucht, um den Sound und die Form eines Nachfolgers für sein brillantes Debütalbum „Strange Cargo“ (2011) zu finden. Nun erblickt der lang erwartete Nachfolger „Ghost Nocturne“ im Februar 2019 das Licht der Welt, und das Album kann die hohen Erwartungen erfüllen – spielend. „Hypnotisch“ ist das erste Wort, das einem in den Sinn kommt, wenn man die Reichweite und Wirkung der Musik Acretongues beschreiben will, aber „Ghost Nocturne“ verzweigt sich von dort in verschiedene Gebiete. Langsam, stetig, vorsichtig erweitert Nico J. sein musikalisches Spielfeld.

Der Musiker
Das Multitalent Nico J. ist eigentlich Animationsdesigner für Software und Filme, der aus Südafrika stammt und in Johannesburg lebt. Er hat auch das Grafikdesign für Alben wie Seabounds „Speak In Storm“ oder Iris‘ „Radiant“ mit beeindruckendem Design zu optischen Kunstwerken gemacht. Acretongue ist das Ventil, in dem seine eigenen grafischen Gestaltungsideen und musikalischen Ambitionen zu einem faszinierenden audiovisuellen Hybrid verschmelzen. Nico J. schafft Mutanten, Hybride zwischen Mensch und Maschine, Tierwelt und Pflanzen und kreiert eine surreale grafische Manifestation für seine Klangräume.

Das Thema
„Ich neige dazu, nachts mehr zu erledigen als tagsüber. Ich schlafe auch generell nicht so gut, also wurde der Großteil dieses Albums entweder spät in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden geschaffen. In all dieser Stille fühlte ich mich oft, als wäre ich ein Geist, der mitten in der Nacht durch eine Wüste treibt – der einzige, der meilenweit unterwegs ist – ruhig, friedlich, dunkel. Daraus entstand die Idee für das Konzept und den Titel des Albums. Der Begriff „Nocturne“ bezieht sich in der Regel auf eine Musikkomposition, die von der Nacht inspiriert ist oder an entsprechende Bilder erinnert. Der Name wurde erstmals im 18. Jahrhundert auf Musikstücke angewendet, als er noch auf ein mehrsätziges Ensemblestück hinwies, das normalerweise für eine Abendgesellschaft gespielt und dann vergessen wurde.
Aufgrund des Schlafmangels ereignen sich ungewöhnliche Dinge und so sind einige der Tracks sehr introspektiv – man neigt dazu, einige Dinge in der ganzen Stille anders zu betrachten, die Musik bekommt mehr Gewicht. Andere Tracks sind konzeptueller, aber alle sind irgendwie mit dem Hauptthema der Nacht und des Dunklen verbunden, sei es durch Texte oder die Sounds, alle haben ein Element der Nacht in sich.“

Die Musik
Der Ausgangspunkt für die Wirkung von Acretongues Musik ist immer eine surreale, hypnotische Stimmung, aber „Ghost Nocturne“ ist deutlich vielfältiger als sein Vorgänger. Nicht nur in Bezug auf den Gesang, der ausgereifter und abwechslungsreicher wirkt, sondern auch in Bezug auf die Art und Weise, wie Nico J die rhythmische Struktur seiner Tracks und die Tempi variiert. Die Kompositionen umschließen ihre Zuhörer wie Träume, mal seltsam, mal optimistisch, mal langsam, aber immer mit surrealer, aber sorgfältiger elektronischer Präzision und Wärme. Eine elektronische Musik Nocturne.

Das Release
„Ghost Nocturne“ erscheint am 1. Februar in zwei Ausgaben: Im Digipak mit 16-seitigem Booklet, plus einem wunderschönen 36-seitigen Hardcover 7″-Artbook designed von Nico J. mit der 7-Track-Bonus-E.P. „Nightrunner“ inkl. u.a. Remixen von Daniel Myer, Rotersand und Encephalon.

FOTO: DEPENDENT RECORDS.

Ich halte „Strange Cargo“ für ein zeitloses Meisterwerk, musikalisch wie auch im Hinblick auf das Artwork schlicht überragend. Und ganz unter uns, Leute – nicht weniger erwarte ich und verspreche ich mir auch von „Ghost Nocturne“. „Strange Cargo“, aber auch das selbst veröffentlichte Debüt „Nihil“ (aus dem Jahr 2007) lassen mich glauben, dass das kommende Album von A wie Artwork bis Z wie Zusammenstellung der Tracklist ein Gesamtkunstwerk darstellen wird, das wir Ende des Jahres 2019 gewiss zu DEN Highlights zählen können werden. Zur Einstimmung wurde auch ein erster kurzer Teaser veröffentlicht. Unter uns: ich war schon lange nicht mehr so aufgeregt wegen der Ankündigung eines Albums!


Acretongue – Ghost Nocturne [teaser]

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    Roman Jasiek
  • Rückblickend betrachtet hat mir das Museum irgendwie besser gefallen als...
    Roman Jasiek
  • Die Kollegen bei Electrozombies haben auch eine schöne Review zu...
    Roman Jasiek
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