E-TROPOLIS FESTIVAL 2014: Ein Bericht
Foto: AVALOST

AGONOIZE: Neues Album „Apokalypse“ erscheint am 25. Juli 2014

Aggro Berlin mal anders: fünf Jahre nach dem letzten Album mit dem unaussprechlichen Namen „Hexakosioihexekontahexa“ veröffentlichen die Herren AGONOIZE mit „Apokalypse“ endlich ihr neues Album! Es kommt am 25. Juli auf den Markt, wie immer via Out Of Line, und passt zeitlich damit ganz hervorragend zu der spontanen Show, die sie am gleichen Tage spielen werden. Wie sich inzwischen wohl herumgesprochen haben dürfte, wird die Church Of Agonoize an diesem Tage auf der MS RheinEnergie stellvertretend für Suicide Commando die Messe lesen. Man munkelt, dass das Einspringen für den sich immer noch in Rekonvaleszenz befindlichen Johan van Roy für eine Record-Release Show genutzt werden soll. Sicherlich schade um den Auftritt von Johan, jedoch stattdessen mit der Veröffentlichung von „Apokalypse“ einiges neues Material vor den Latz geballert zu bekommen – nun, es könnte schlimmer sein.

Zunächst aber der Vollständigkeit wegen wie gehabt die Ankündigung seitens Out Of Line sowie Cover und Tracklist. Unsereins verteilt derweile schon mal gutgemeinte Warnhinweise an die Nachbarn – könnte laut werden ab dem 25. Juli.

Apokalyptisch ist gar kein Ausdruck für das, was uns die Jungs diesmal an krassen Beats, heftigen Shouts und gefühltem Bassdruck um die Ohren ballern, aber Agonoize wären nicht Agonoize, wenn sie ihre Aggro-Electro-Attacken nicht auch immer mit genialen Hooklines und subversiv eingeflochtenen Ohrwurm-Melodien garnieren würden. Und nicht nur auf der musikalischen Seite wird auf maximale Schlagkraft gesetzt, auch textlich scheuen sich die Berliner Klangterroristen nicht davor, genau dort hineinzuschlagen, wo die meisten ängstlich wegschauen. So wettern sie in ihrer Muttersprache gegen Gentrifizierung und Ausverkauf (…machen für den, der richtig zuhört, aber auch genau klar, wo sie politisch stehen), zeigen martialisch auftretenden Möchtegern-Hools, der Kirche und religiösen Fanatikern die lange Nase und brettern sich mit einem schadenfrohen Grinsen und viel schwarzem Humor durch jene dunklen Seiten der Menschheit, welche die Gesellschaft eigentlich gerne unter den Teppich kehren möchte, damit dann aber nur zu gern die Titelblätter der Regenbogenpresse füllt. Frei nach dem Motto: Wem das Ganze zu krass ist, der kann ja seine Uniform in den Schrank hängen und stattdessen Synth Pop oder Hip Hop hören gehen, wobei spätestens bei den brachialen live-Shows der Band für Zartbesaitete eh‘ Schluss sein dürfte. Manche nennen es kontrovers… Agonoize lachen sich lieber ins Fäustchen, zeigen euch den Stinkefinger und treten dann noch einmal mit voller elektronischer Wucht nach! Für alle diejenigen, denen die einfache Dosis Splatter-Disco nicht genug ist, erscheint „Apokalypse“ auch als Deluxe-Doppel-Album im edlen Doppel-Digipak mit Bonus live-CD, aufgenommen in der Heimatstadt der Band! Agonoize sind wieder da – mit dem einzig wahren Aggro-Sound aus der Hauptstadt. Die Apokalypse hat begonnen. And yes, there will be blood!


apokalypseAgonoize – Apokalypse Tracklist

  • 1. Apokalypse
  • 2. Dafür
  • 3. Toxin
  • 4. Anti-Christ
  • 5. Deutsch
  • 6. Resolution
  • 7. Endstation: Tod
  • 8. Das zweite Ich
  • 9. Exequien
  • 10. Odium
  • 11. In Infinitum
  • 12. Numinos (In The Name Of God)
  • 13. Death By Stereo

Bonus CD (Live):

  • 1. Earpain
  • 2. Slave To The Needle
  • 3. Glaubenskrieger
  • 4. Pavillon 5
  • 5. Dafür
  • 6. Koprolalie
  • 7. Vollrauschfetischist
  • 8. Sacrifice
  • 9. Femme Fatale
  • 10. For The Sick And Disturbed
  • 11. Bis das Blut gefriert