Foto: Markus Luigs

DIE WILDE JAGD: Das neue Album „Uhrwald Orange“ erscheint am 6. April

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Wenn man mich fragt, welche Alben, über die wir uns hier in den vergangenen fünf Jahren unterhalten haben, ich zu den spannendsten zähle, dann würde ich ohne groß überlegen zu müssen sagen: „Die Wilde Jagd“ von gleichnamiger Band, gegründet von Sebastian Lee Philipp (Noblesse Oblige) und Ralf Beck (Nalin & Kane). Tatsächlich würde ich sogar so weit gehen wollen und sagen, dass dieses krautrockige Kleinod eines jener Alben ist, die sich mit maximaler Nachhaltigkeit für alle Ewigkeit einen Platz in meiner persönlichen Bestenliste gesichert haben. Daher freut es mich sehr, Euch nachfolgend verkünden zu können: das nächste Album kommt! „Uhrwald Orange“ wurde es getauft und erscheint am 6. April 2018 via Bureau B. Nachfolgend die amtliche Pressemitteilung:

Der Uhrwald – ein Raum aus Traum und Klang, ein Mikrokosmos mit eigenem Zeitempfinden. Mit seinem Bandprojekt Die Wilde Jagd gießt Sebastian Lee Philipp seine Obsession für diesen Ort in eine Musik, die in ihrer minimalistischen, spannungsgeladenen, düster-hypnotischen Wucht ihresgleichen sucht. Das zweite Album, Uhrwald Orange, benannt nach dem Tonstudio, in dem es aufgenommen wurde, spinnt ein dichtes, atmosphärisches Netz aus Drama, Romantik, Ekstase und Melancholie.

Vor drei Jahren veröffentlichte Philipp gemeinsam mit dem Produzenten Ralf Beck (Nalin & Kane, Unit 4) das Debütalbum der Wilden Jagd. Bald darauf zog sich Beck aus dem »operativen Geschäft« zurück, hat aber dennoch einen gewichtigen Anteil am neuen Album: Nicht nur hat er es co-produziert und abgemischt – ohne seine Sammlung feinster analoger Synthesizer, Drumcomputer und Studiotechnik würde die Musik der Wilden Jagd nicht derart kraftvoll und gleichzeitig fein ziseliert klingen.

Nächtelang schloss sich Philipp in Becks Uhrwald Orange ein, um seine ganz eigene Klang gewordene Bilderwelt auf Band aufzunehmen: ein nächtlicher Flug in das Unterbewusstsein, durch das Geäst des symbolischen Uhrwalds, hinein in eine „Fremde Welt“ und ihren gespenstigen Protagonisten – den „Säuregäulen“, „Flederboys“ und „2000 Elefanten“. Unter anderem inspiriert durch das Bild „Tiere der Nacht“ des flämischen Malers Frans Snyders (1579–1657) und der Liedersammlung „Llibre Vermell de Montserrat“ aus dem 14. Jahrhundert, vereinte er repetitive Elektroniksequenzen mit mediterranen Mandolinen, psychedelische Bass- und Gitarrenloops mit georgischen Chorgesängen, ließ nordafrikanische Qarqaba-Schellen klingen, vermischte Elemente aus mittelalterlicher Kirchenmusik, europäischer Folklore und Improvisations-Jams zu einer auralen Reise durch Orient und Okzident – vom dunklen nordischen Wald in den morgenländischen Sonnenaufgang. Angereichert mit Naturgeräuschen, die er auf einer Reise durch Portugal dokumentierte, nahm Philipp acht Stücke auf – fünf davon instrumental, drei mit Texten, die einen Einblick in seine hermetische Gedankenwelt verschaffen: Bilder aus verlassenen Mohnfeldern und Ginstertälern, verirrten Seelen, biblischen Motiven und den Themen Rausch, Weiblichkeit und Reinkarnation.

Uhrwald Orange ist natürlich auch Philipps Ode an das Tonstudio selbst – an die analogen Gerätschaften und den allgegenwärtigen EMT-Plattenhall. Nur hier konnte er sein Klangideal mit den von Beck erstellten Signalketten aus Kompressoren, Vorverstärkern und Kanalzügen nach seinen Vorstellungen verwirklichen. Philipp beschreibt seine Arbeit im Studio so: »Ich will die Studiogeräte zum Singen bringen und eine Klangwelt erschaffen, in der jeder Ton und Effekt eine Stimme bekommt. Eisenschellen werden zu Hufgetrappel, Synthesizerklänge zu Krähenrufen und der Plattenhall zu Donner. Alle Elemente wurden so zu den Einwohnern und Naturmächten des Uhrwalds Orange.«

Es gibt bei Soundcloud bereits drei Snippets zum Hineinhören. Die Pressemitteilung in Kombination mit den ersten Hörproben lassen mich hier auf eine neuerliche Großtat hoffen. Ich habe so langsam immer mehr das Gefühl, 2018 möchte sich als eindrucksvolles Musikjahr empfehlen. Abschließend wie üblich Cover und Tracklist:

Die Wilde Jagd – Uhrwald Orange

  1. Flederboy
  2. 2000 Elefanten
  3. Stangentanz
  4. Fremde Welt
  5. Kreuzgang
  6. Ginsterblut
  7. Säuregäule
  8. Der Uhrwald

NEUE KOMMENTARE.

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    Roman Jasiek
  • Rückblickend betrachtet hat mir das Museum irgendwie besser gefallen als...
    Roman Jasiek
  • Die Kollegen bei Electrozombies haben auch eine schöne Review zu...
    Roman Jasiek
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