Aus der beliebten Reihe: „Künstler, die ich eigentlich schon vergessen hatte, warum auch immer“, gibt es heute: NENEH CHERRY. „Buffalo Stance“, „Manchild“ und „7 Seconds“ waren damals durchaus bei mir präsent, ohne dass ich deren Qualität seinerzeit schon zu schätzen gewusst hätte. Später, als ich älter wurde und erkannte, was die Schwedin Ende der 80er und bis Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrtausends geliefert hatte, war Neneh Cherry von der internationalen Musikbühne weitgehend verschwunden, sieht man mal von ein paar Kollaborationen bzw. Auftritte als Gastmusikerin ab. Bis 2014, als ihr erstes Studioalbum nach satten 18 Jahren erschien. „Blank Project“ hieß es – und flog zielsicher unter meinem Radar hinweg. Auch etwas, das ich allenfalls mit „warum auch immer“ kommentieren kann. Na wie dem auch sei – Neneh Cherry ist heute mit einem neuen Songs nebst Video an den Start gegangen. „Kong“ heißt der Track, welcher von 3D und Four Tet (beide von Massive Attack!) produziert wurde. So ganz ist deren Handschrift im Sound auch nicht von der Hand zu weisen. Inhaltlich liefert Neneh Cherry einen Protestsong, der sich ziemlich deutlich mit dem europäischen Kolonialismus und der anhaltenden Flüchtlingskrise auseinandersetzt. „Every nation seeks it’s / friends in France & Italy / and all across the 7 seas / and goddam guns and guts and bitter love still put a hole in me“, heißt es dort unter anderem. Der Song kann sich definitiv sehen lassen und das Video, man ahnt es bereits, ebenfalls. Willkommen zurück, Neneh Cherry!


Neneh Cherry – Kong

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