Foto: Dependent Records / Frank Machalowski / vs-grafik.de

RADIOAKTIVISTS: Debütalbum „Radioakt One“ erscheint am 30. November – endlich!

Zuletzt aktualisiert:

Man könnte sagen: was lange währt, wird endlich gut. Oder: gut Ding will Weile haben. Oder: das Beste kommt zum Schluss. Oder was auch immer einem sonst spontan an Phrasen angesichts der nachfolgenden Meldung so durch den Kopf gehen mag. Ich habe gerade meine 5 Taler ins Phrasenschwein gesteckt und komme nun zum eigentlichen Anliegen dieses Schreibens: die RADIOAKTIVISTS haben ihr Album fertig! Echt jetzt! Satte sechs Jahre hat es gedauert, seitdem Frank M. Spinath, Krischan Wesenberg, Daniel Myer und Sascha Lange mit dem Beitrag „Pieces Of Me“ erstmals von sich Hören ließen. 2012 war das, im Rahmen der „Dependence 2012“-Compilation. Im Rahmen von „Schwarzes Leipzig Tanzt“ folgte im Mai 2013 das erste Konzert des Quartetts, danach war lange Zeit ziemliche Funkstille im Hause Radioaktivists. So mancher hatte den Glauben, dass da noch was kommt, inzwischen schon begraben. Auf der „Dependence 2017“ folgte ein neuerliches Lebenszeichen. „I Want You“ hieß das Stück und ließ abermals interessiert aufhorchen. Nun, inzwischen sind die Arbeiten an einem ersten Album also abgeschlossen. Am 30. November dieses Jahres – also kurz vorm Abpfiff quasi – erscheint via Dependent RecordsRadioakt One“. Folgendes wird vom Gelsenkirchener Qualitätslabel diesbezüglich verkündet:

Kaum zu glauben, dass es schon 6 Jahre her ist, seitdem Radioaktivists das erste Mal auf dem „Dependence 2012“ das Licht der Welt erblickten. Der Vierer produzierte mit „Pieces Of Me“ eine ausgesprochen starke Elektroniknummer, die nicht nur in diversen Clubs zündete, sondern vor allem das Interesse der Fans nach einem kompletten Album laut werden ließ. Doch bis sich die über die weite Teile der Bundesrepublik verstreut lebenden Protagonisten Frank Spinath, Krischan Wesenberg, Daniel Myer und Sascha Lange so sortiert hatten, dass auch alle mit dem Album zufrieden waren, ging einige Zeit ins Land. Nun ist es endlich soweit. „Radioakt One“ steht vor der Veröffentlichung.

Aber vorher müssen wir nochmal klären, wer denn diese subversiven Radioaktivisten sind, und was sie zusammengeführt hat: Frank Spinath dürfte bereits als umtriebiger Sänger mit vielfachen Projekten (Seabound, Edge Of Dawn, Lionhearts) bekannt sein, trotzdem kreuzten sich seine Wege mit Daniel Myer (Haujobb, Architect, Liebknecht) erst jetzt – auch wenn beide lange Zeit in Bielefeld gelebt haben. Krischan Wesenberg hat sich mittlerweile nicht nur einen Namen als Studiotüftler bei Rotersand und Future Lied To Us gemacht, sondern auch als Sound Engineer, Produzent und Remixer. Sascha Lange, der Vierte im Bunde und zweiter Vokalist bei den Radioaktivists, hat dagegen einen Background als Schriftsteller – mit Banderfahrungen.

Bei diesen vier individuellen Charakteren geriet dann „Radioakt One“ auch nicht wirklich als das glatt-tanzbare Werk, das ein „Pieces Of Me“ vielleicht noch vermuten ließe. „Radioakt One“ ist vielmehr ein äußerst vielschichtiges Album geworden, für das seine Schöpfer das Signet Electronic Noire gefunden haben und das irgendwo zwischen „Club“, „Dark Pop“ und „Electronic Shoegaze“ pendelt. Und in der Tat haben manche Tracks eher einen zurückgenommenen, introvertierten Charakter, der mit elektronischen Mitteln und viel atmosphärischer Tiefe ein angenehmes Storytelling liefert und bei dem die ausgefeilte Produktion von Wesenberg ihren Teil dazu leistet, das elektronische Narrativ mit Tiefe und Wärme auszustatten. Geschichten bilden den Kern von „Radioakt One“, wie auch die in der limitierten Edition vorhandene Kurzgeschichte von Sascha Lange über eine mysteriöse Anhalterin auf einer regenüberfluteten Autobahn unterstreicht. Insofern gehen die Radioaktivisten nicht den einfachen, lauten, eingängigen Weg, sondern haben sich für Stimmung und subtiles Ausspielen ihrer Trümpfe entschieden. Daher erschließt sich die Vielschichtigkeit und Bandbreite von „Radioakt One“ nicht unbedingt gleich im ersten Durchlauf, sondern benötigt vielmehr mehrere Durchläufe um sich zu entfalten. „Radioakt One“ ist somit ein im wahrsten Sinne des Wortes tiefgehendes und langlebiges Musikerlebnis.

Ich muss sagen: es liegt angesichts dieses Debütalbums unheimlich viel Gespannung in der Luft! Die ersten beiden Tracks sind von enorm hoher Güte, was allerdings auch wenig überrascht, wenn man sich noch einmal bewusst macht, welche Künstler am Projekt Radioaktivists beteiligt sind. Weiterhin war ich seinerzeit bei dem Konzert in der Moritzbastei vor Ort und empfand die Mucke damals schon als ziemlich gelungen. Ich bin guter Dinge, dass den Songs die lange Reifedauer sehr bekommen haben wird. Es dauert nicht mehr lange und wir können uns selbst ein Bild davon machen. Nachfolgend Tracklist und Cover.

Radioaktivists – Radioakt One

  1. Radioaktive
  2. Raiders
  3. Skin And Bones
  4. Sinner
  5. Reach out
  6. Lovers
  7. I Want You
  8. Sense Of Destruction
  9. Pieces Of Me
  10. Leere

Und zur Auffrischung noch einmal das sensationelle „Pieces Of Me“:

Radioaktivists – Pieces Of Me (live @ Planet Myer Day X) [HD/Multicam]

(Beim Öffnen dieses Videos werden personenbezogene Daten wie bspw. die IP-Adresse an den Anbieter übertragen.)

NEUE KOMMENTARE.

  • Die Verlosung ist beendet, die Gewinner wurden per Mail benachrichtig...
    Roman Jasiek
  • Rückblickend betrachtet hat mir das Museum irgendwie besser gefallen als...
    Roman Jasiek
  • Die Kollegen bei Electrozombies haben auch eine schöne Review zu...
    Roman Jasiek
WEITERE STORY.
LEICHTMATROSE: Neue EP am 25.4.2014; gemeinsam auf Tour mit Joachim Witt