ENNO BUNGER: Neues Album „Was berührt, das bleibt“ erscheint am 26. Juli 2019; neue Single + Video „Bucketlist“ veröffentlicht

Lassen wir die akustische „Herzen auf links“-EP mal außer Acht, dann liegt das letzte Album von ENNO BUNGER, „Flüssiges Glück“, inzwischen schon bald vier Jahre zurück. Vier Jahre ist ein Zeitraum, in dem so wahnsinnig viel passieren kann. Gute Dinge. Schlimme Dinge. Ihr alle werdet sicher bestätigen können, dass vier Jahre einen Zeitraum abdecken, in dem Leben entstehen kann – und vergehen. Die vergangenen Jahre und ihre Begleiterscheinungen haben offenbar auch auf das neue Album von Enno, das am 26. Juli 2019 erscheinen und „Was berührt, das bleibt“ heißen wird, ihre langen Schatten geworfen. Man denke nur an Ennos Bandkollegen Nils Dietrich, dessen Frau Lena 2017 den Kampf gegen die Leukämie verloren hat – und an das Benefiz-Konzert im Gedenken an Lena, das den gleichen Namen trug wie nun das kommende Album. Es heißt in der offiziellen Ankündigung, die heute veröffentlicht wurde, folgendes:

Wäre Enno Bunger bloß ein musikalischer Dienstleister, würde er seine persönlichen Erfahrungen mit dem Tod ignorieren. Den Menschen, den er tatsächlich verloren hat. Den Menschen, der gerettet werden konnte. Er würde die Spuren auf seiner Seele für sich behalten und in seinen Liedern einfach unverfängliche Phrasen collagieren, wie man es heute so macht. Aber Enno Bunger ist Künstler. Und als solcher lässt er uns teilhaben. An der Furcht vor dem Diebstahl der Lebenszeit und dem Zorn auf die Unverfrorenheit des Räubers. An der Innigkeit und Nähe, die im gemeinsamen Kampf entsteht. An der Trauer, wenn der Kampf verloren geht und an dem völlig neuen Blick auf das Leben, wenn man ihn gewinnt und seine Zeit nicht länger vergeuden möchte.

„Ich hätte in dieser Phase eigentlich dringend einen Psychotherapeuten aufsuchen müssen“, sagt Enno Bunger über die Zeit, in der das neue Album „Was berührt, das bleibt“ entstanden ist. „Aber ich wollte mich durch das Schreiben selbst therapieren. So können aus den traurigsten Anlässen die berührendsten Lieder entstehen. Die größte Scheiße, durch die man gehen muss, kann der beste Dünger für berührende Kunst sein.“ 

Nach „Wir sind vorbei“ ist „Was berührt, das bleibt“ somit ein weiteres Konzeptalbum zur Verarbeitung einschneidender Erlebnisse aus der Feder eines Mannes, der seine ganze Kindheit am Klavier verbracht hat und schon im Alter von 13 Jahren als Barpianist in Ostfrieslands Kneipen spielte. Einer, dessen Wurzeln tief im klassischen Indie-Songwriting eines Bon Iver oder Elliot Smith stecken, dessen Triebe sich aber bis in luftige Höhen von alternativem Hiphop, ästhetischer Elektronik oder wolkenfeinem Trap recken. Nach dem Hören dieses Albums fragt sich jeder, ob er sein Leben wirklich lebt oder doch mal neu laden sollte.

Einen ersten Vorgeschmack auf das, was da auf uns zukommt, liefert die vorab veröffentlichte Single „Bucketlist“. Haben wir nicht alle viel zu viele Dinge auf eben solchen Listen stehen? Sollten wir nicht besser heute als morgen damit anfangen, diese Liste abzuarbeiten? Nur für alle Fälle? Hier das eindrucksvolle Video zu „Bucketlist“:

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Und auf Tour ist Enno Bunger ebenfalls bald wieder. Anbei die Termine:

  • 21.06.2019 Neuhausen ob Eck, Southside Festival
  • 22.06.2019 Scheeßel, Hurricane Festival
  • 08.10.2019 Essen, Zeche Carl
  • 09.10.2019 Hannover, Musikzentrum
  • 10.10.2019 Dresden, Beatpol
  • 13.10.2019 München, Ampere
  • 16.10.2019 Leipzig, Werk 2
  • 17.10.2019 Göttingen, Musa
  • 18.10.2019 Hamburg, Große Freiheit 36
  • 19.10.2019 Berlin, Festsaal Kreuzberg
  • 21.10.2019 Würzburg, Cairo
  • 22.10.2019 Frankfurt, Mousonturm
  • 23.10.2019 Stuttgart, Im Wizemann
  • 24.10.2019 Heidelberg, Halle 02
  • 26.10.2019 Freiburg, Jazzhaus
  • 28.10.2019 Erfurt, Franz Mehlhose
  • 29.10.2019 Bremen, Schlachthof
  • 30.10.2019 Köln, Gloria
  • 01.11.2019 Osnabrück, Rosenhof
  • 02.11.2019 Magdeburg, Moritzhof
  • 03.11.2019 Rostock, Helgas Stadtpalast

Enno live ist übrigens definitiv ein Erlebnis. Um vorab einen Eindruck zu bekommen, was Euch erwarten könnte, empfehlen wir an dieser Stelle unsere Berichte von der letzten Tour aus Hannover und Braunschweig.


Roman Jasiek
Geschrieben von
Roman Jasiek ist Blogger sowie einer der beiden Gründer von AVALOST. Außerdem hochgradig süchtig nach Musik, ganz gleich welches Genre. Am liebsten allerdings elektronische Musik. Er reist gerne, bevorzugt mit Schiffen, und schreibt seit Ende der 90er mal hier, mal dort über alle möglichen Dinge. Anfangs über Comics, später über Videospiele und nun... na, Ihr seht es ja. Und wenn er nicht hier ist, dann ist er vermutlich mit seiner Kamera in der Weltgeschichte unterwegs.

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