FOTO: KONRAD SCHMIDT.

MARTIN KOHLSTEDT: Modularkomponist veröffentlicht im Mai 2019 neues Album „STRÖME“, neue Single „NIODOM“ (zusammen mit dem Gewandhaus Chor) ab heute

Nur wenig ist in diesem Job hier aufregender als es mit Künstlern zu tun zu bekommen, die spannende, mitunter gar einzigartige Wege gehen bzw. neue Konzepte finden, um die Evolution der Musik wieder noch ein kleines Stückchen weiter voranzubringen. Einer dieser Künstler, die uns hier vorgeschlagen wurden, ist der in Weimar lebende Musiker MARTIN KOHLSTEDT, der am 10. Mai 2019 sein neues, sein dann inzwischen sechstes Album „STRÖME“ veröffentlichen wird. Warum ich damit jetzt schon um die Ecke komme, wo doch noch ein knappes halbes Jahr bis zur Veröffentlichung im Wege steht? Nun, ab heute ist die erste Single „NIODOM“, entstanden mit dem Chor des Gewandhauses Leipzig, auf allen gängigen Plattformen verfügbar. Weiterhin sollen im März und April zwei weitere Auskopplungen folgen. Bezüglich der (anstehenden) Veröffentlichungen heißt es in der Pressemitteilung übrigens:

„Neu“ ist ein Konzept, das Martin Kohlstedt fremd ist – vor allem im Konzertsaal verliert seine Musik jeden Bezug zu Vorherigem und offenbart sich in einem elektrifizierenden und kontinuierlich strömenden „Jetzt“. Dabei sind Improvisation und Experimentierfreude die Grundpfeiler von Kohlstedts sogenannten „modularen Kompositionen“.

Auch auf seinem neuen Album bleibt der Komponist, Pianist und Produzent diesem Konzept treu – und wandelt gleichzeitig auf noch unbetretenen Pfaden: Zwischen rasenden Klavierpassagen und der Leidenschaft herzzerreißender Synthesizer-Klänge beschwört er Momente innerer Einkehr, absoluter Ektase und scheinbar endgültigem Scheitern herauf.

Das Album „STRÖME“ ist eine Kooperation mit dem Gewandhauschor Leipzig. Die erste Single „NIODOM“ wird am 7. Dezember 2018 veröffentlicht. Zwei weitere Single-Auskopplungen sind für März und April geplant. Das komplette Album erscheint am 10. Mai 2019 via Warner Classics. 

Und zur Single „NIODOM“, die bei Apple Music unter „klassische Crossover-Musik“ einsortiert ist, heißt es ferner:

Mit vertrauter Eleganz führt Martin Kohlstedts Klavier in NIODOM durch einen einschüchternd lebendigen Raum, ein kristallines Gewebe, das auf jeden einzelnen seiner Tastenschritte reagiert und seine Bewegungen aus einer uns verborgen bleibenden Architektur zurückwirft. Es ist die Einführung in ein Mammutprojekt, die NIODOM als erste Single des bevorstehenden Albums »Ströme« übernimmt. Zusammen mit dem 50-köpfigen GewandhausChor zu Leipzig hat der Komponist seine musikalischen Intuitionen auf das erste Instrument überhaupt übertragen, den Menschen.

NIODOM“ macht definitiv Lust auf mehr. Bemerkenswert ist übrigens auch die Herangehensweise Martin Kohlstedts. Schon in der Pressemitteilung war die Rede von „modularen Komposition“. Das bedeutet im Wesentlichen nichts anderes, als das seine Stücke nicht abgeschlossen sind, sondern sich bei Konzerten immer weiter entwickeln. Die Module bestehen aus drei Buchstaben, die sich immer wieder neu kombinieren lassen. So wurde beispielsweise im Jahr 2017 die Single „OMBLEH“ veröffentlicht, das aus „OMB“ (vom 2012er Album „Tag“) sowie „LEH“ (vom 2014er Album „Nacht“) besteht. Kohlstedt selbst beschrieb sein Konzept dereinst als eine Art Konversation, die im Zwischenraum zwischen einem Musiker und seinem Publikum stattfindet. Seit seinem dritten Studioalbum „Strom“, das 2017 erschienen ist, halten auch vermehrt elektronische Elemente Einzug in die Kompositionen Kohlstedts. Ich glaube ich wiederhole mich, aber das ist ein spannendes Konzept und „NIODOM“ ein ganz wunderbarer Appetitanreger. Es heißt sprichwörtlich ja gerne Mal, alles sei im Fluß. Eine bessere Umschreibung lässt sich wohl spontan nicht finden für diese Musik. Hört mal rein!


NIODOM (feat. GewandhausChor)

(Beim Öffnen dieses Videos werden personenbezogene Daten wie bspw. die IP-Adresse an den Anbieter übertragen.)


Weiterleitung, beim Öffnen dieses Videos werden personenbezogene Daten (wie bspw. die IP-Adresse) an den Anbieter übertragen.


NEUE KOMMENTARE.

  • Die Verlosung ist beendet, die Gewinner wurden per Mail benachrichtig...
    Roman Jasiek
  • Rückblickend betrachtet hat mir das Museum irgendwie besser gefallen als...
    Roman Jasiek
  • Die Kollegen bei Electrozombies haben auch eine schöne Review zu...
    Roman Jasiek
WEITERE STORY.
BELA B. liest EXIT MUNDI – Die besten Weltuntergänge