Beschäftigt man sich mit dem Ursprung von EBM, Electro und Techno sind Deutschland, Schweden und besonders Belgien unweigerlich mit dabei.

Songs wie „Black Leather“, „Moving Hands“ und „Hours And Hours“ sind nur einige aus der Schaffensphase von Marc Verhaeghen und Dirk Ivens, die nicht nur den Trademarksound von THE KLINIK festgelegt, sondern eine ganze Flut von Szenegängern dazu gebracht haben, selber kreativ zu sein.

Mit „Eat Your Heart Out“ erweitern Sie nun Ihren Weg durch die musikalisch-zerklüftete Landschaft von THE KLINIK. Die Rückkehr mit diesem Album ist durchaus geglückt, was man nicht von allen Bands aus der ersten und zweiten Generation sagen kann, die sich heute wieder in der Szene mit Neuaufnahmen tummeln. THE KLINIK sind Ihrer Machart treu geblieben, nicht übermäßig viele Clubhits auf einem Album zu vereinen. Das macht „Eat Your Heart Out“ zu einem Album, das man bequem im heimischen Wohnzimmer hören kann.

Die Symbiose aus dunklen Flächen, verzerrten Bässen, tribalartigen Rhythmen und dem unverwechselbaren Gesang von Dirk Ivens machten THE KLINIK ab 1985 bekannt und sind auf diesem Album ebenso vertreten wie die druckvolle Produktion, die man heute erwartet. Die analoge Kraft springt einem förmlich ins Gesicht, wenn man schon beim ersten Track (Nothing You Can Do) die Lautstärke in Richtung Maximum dreht und der Sound sein ganzes Spektrum entfalten kann.

Aufgrund der Flut an Veröffentlichungen in der EBM/Electro Szene wird „Eat Your Heart Out“ wahrscheinlich kein Meilenstein werden. Die jüngere Generation, die versucht an längst nicht mehr erhältliche Alben aus den 80ern und 90ern zu kommen, können sich hier ebenso ein Bild machen wie die Alteingesessenen, die „Eat Your Heart Out“ zustimmend absegnen werden.



    Links