Foto: Michael Kanzler / AVALOST

SUICIDE COMMANDO – Death Will Find You

Zuletzt aktualisiert:

Johann van Roy schickte seine Hörer mit seinem letzten Album auf eine schauderhafte Reise durch den „Forest of the Impaled“. Ein wahrlich herausragendes Werk des düsteren und harten Electrogenres. Mit der EP „Death Will Find You“ folgt nun eine musikalische Ergänzung zu eben jener Horrorgeschichte im dunklen Walde. Ein Donnergrollen aus einem schwarzen Loch.

Die EP ist um die beiden Songs „Death Lies Waiting“ und „We Are Transitory“ angelegt. Eben jenes „Death Lies Waiting“ startet im „Death Will Find You Remix“. Ein stampfendes Monster, welches sich hier durch die Boxen frisst. Der harte Beat jagt einen direkt wieder durch das Dunkle im Schreckenswald und versucht sein Opfer grausig aufzuspießen. Im Gegensatz zur Albumversion, welche recht düster und atmosphärisch ist, präsentieren uns Suicide Commando hier grandiose Tanzflächenkost. Ein gelungener Gegensatz. An selbiger Tanzbarkeit setzt der „Temporary Remix“ von „We Are Transitory“ an. Die Version erinnert dabei noch stark an die des Albums, ist dabei dennoch eher kluborientiert. Die EP wartet danach mit zwei großartigen neuen Songs auf. Den Anfang macht „Black Hole“. Ein Stück im Midtempo angelegt, welcher eine aus dem Wald bekannte Dunkelheit transportiert. Dieses schwarze Loch lauert auf den Hörer und zieht diesen spätesten im monolithischen Refrain tief in sein Innerstes. Entstanden ist „Black Hole“ als Kollaboration mit Mario Vearewijck (ex-Insekt). Das Songwriting erinnert stellenweise an alte Zeiten der Band, jedoch in einem modernen Soundgewand. Großartig atmosphärisch in Gänze. „I’d Die For You“ ist ein ebenfalls sehr tanzbares Stück. Die unverkennbar nach Suicide Commando klingenden stampfenden Beats und die Synthies tragen Johans verzerrten und monotonen Schreigesang. Die Lyrics erzeugen eine verzweifelte und fast schon klagende Stimmung.

Die zweite Hälfte der EP ist gespickt mit Remixen. Manch eine ähnliche Veröffentlichung läuft hier Gefahr belanglos zu werden. Oft sind die Remixversionen zu gewöhnungsbedürftig oder nichtssagend, als dass sie einen künstlerischen Mehrwert erzeugen würden. Auf dieser EP ist dies endlich einmal nicht so, möchte ich meinen. Den Anfang machen E-Craft mit ihrem „The Firm Inc. Remix“ von „We Are Transitory“. Der Sound ist etwas mehr Electro und etwas weniger Industrial. Dabei wirkt die Version treibender und geht mehr nach vorn. Sehr gelungen. Der „Binary Park Remix“ von „Death Lies Waiting“ ist ebenso tanzbar wie atmosphärisch, dabei aber weniger aggressiv als die erste Version der EP. Die klaren Synthies tragen das Stück und machen daraus einen ziemlich coolen Electro-Track. Ruined Conflict haben aus „We Are Transitory“ eine Hymne für die Apokalypse kreiert. Der Beat ist antreibend und die Hookline wird in dieser Version wesentlich stärker und variabler genutzt. Den Abschluss bildet der „Bornless Fire Remix“ von „We Are Transitory“. Wiederrum erklingt das Stück in einem neuen Soundgewand. Wesentlich düsterer als die anderen neuen Versionen. Dabei bleiben die Drumbeats zunächst treibend und werden in der zweiten Hälfte wieder abgehakter. Das einsetzende Piano, die Samples und die wieder fordernden Synthieflächen machen aus dem Song eine wunderbare apokalyptische Hymne. Der Remix des Songs, welcher mir persönlich am besten gefällt.


„Death Will Find You“ stellt eine grandiose Ergänzung zum letzten Album dar. Suicide Commando haben es zusammen mit den remixenden Künstlern geschafft, die Stimmung des letzten Werkes auch auf dieser EP zu transportieren. Der Sound ist ebenso hervorragend. Eine Symbiose aus Klarheit, Härte und Düsternis – wie schon auf „Forest of the Impaled“. Es wäre also wenig verwunderlich, wenn der geneigte Hörer eben jenes letzte Album im Anschluss an den Genuss der EP nachlegen würde. Im Endeffekt ist „ Death Will Find You“ ein Pflichterwerb für jeden Fan des Belgiers und jeden Freund des Genres.



„Death Will Find You“ stellt eine grandiose Ergänzung zum letzten Album dar. Suicide Commando haben es zusammen mit den remixenden Künstlern geschafft, die Stimmung des letzten Werkes auch auf dieser EP zu transportieren. Der Sound ist ebenso hervorragend. Eine Symbiose aus Klarheit, Härte und Düsternis – wie schon auf „Forest of the Impaled“. Es wäre also wenig verwunderlich, wenn der geneigte Hörer eben jenes letzte Album im Anschluss an den Genuss der EP nachlegen würde.
INHALT / KONZEPT.7.6
TEXTE.7.5
GESANG.6
PRODUKTION.8.5
UMFANG.8
GESAMTEINDRUCK.8
LESERWERTUNG.0 Votes0
POSITIV.
Gute, sinnvolle Ergänzung zu "Forest Of The Impaled"
7.6
TOTAL.

NEUE KOMMENTARE.

  • Die Verlosung ist beendet, die Gewinner wurden per Mail benachrichtig...
    Roman Jasiek
  • Rückblickend betrachtet hat mir das Museum irgendwie besser gefallen als...
    Roman Jasiek
  • Die Kollegen bei Electrozombies haben auch eine schöne Review zu...
    Roman Jasiek
WEITERE STORY.
PET SHOP BOYS: Tracklist und Cover zum kommenden Album „Electric“, neues Video und Tourdaten