Foto: AIDA Cruises

AIDANOVA: Boris Becker wird erster Kapitän, Aufschiffung ist erfolgt

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An diesem sommerlichen Tag Ende Mai hat AIDA Cruises verkündet, wer denn das neue Flaggschiff der AIDA-Flotte, die AIDAnova, bei ihren ersten Fahrten kommandieren wird. Die Rostocker Reederei macht hier keine Experimente und setzt einmal mehr auf das Können und die Erfahrung von Kapitän Boris Becker (bitte nicht verwechseln mit dem ehemaligen Tennis-Star), der im Laufe seiner Karriere für die Kussmund-Flotte bereits unter anderem AIDAluna, AIDAblu und zuletzt AIDAperla in Dienst gestellt hat.

Damit ist es aber noch nicht getan mit den Neuigkeiten rund um die AIDAnova. Gestern, am 30. Mai in den frühen Abendstunden, wurde das Baudock 2 der Meyer-Werft in Papenburg geflutet und die AIDAnova damit aufgeschwommen. Wir wissen jetzt: AIDAs neues Prachtschiff schwimmt! Wäre ja aber auch höchst merkwürdig gewesen, wenn nicht. Alles zu den Neuigkeiten verrät wie gehabt im Detail die Pressemitteilung aus Rostock:

Der zukünftige Kapitän von AIDAnova steht fest: Boris Becker wird das neue Kreuzfahrtschiff übernehmen. Er stellte im Laufe seiner Karriere bei AIDA Cruises bereits mehrere Neubauten erfolgreich in den Dienst, unter anderem AIDAluna, AIDAblu und zuletzt AIDAperla. Ab sofort ist er auf der Meyer Werft in Papenburg im Einsatz, um die letzten Bauphasen vor Ort zu begleiten.
Der aus dem Ruhrgebiet stammende Becker studierte Nautik in Bremen. Nach seinem Abschluss als Diplom-Wirtschaftsingenieur für Seefahrt heuerte er direkt bei AIDA an. Seit 2004 absolviert er bei der Reederei eine erfolgreiche Laufbahn, zunächst als Offizier, später als Staff Kapitän. Im Jahr 2010 wurde Boris Becker mit 30 Jahren zum damals jüngsten Kapitän von AIDA Cruises ernannt.

Dass Wasser auch das Element von AIDAnova ist, bewies das Kreuzfahrtschiff gerade am 30. Mai 2018, als es innerhalb des Baudocks 2 zur Wasserseite verholt wurde. Dazu wurde das Dock geflutet und das Kreuzfahrtschiff erstmalig aufgeschwommen. Ab 17 Uhr begann das Manöver, bei dem AIDAnova mit Hilfe von mehreren Seilwinden einen Weg von ca. 140 Metern in Richtung Hallentor zurücklegte. Damit hat AIDAnova seine Stabilität und Schwimmfähigkeit erfolgreich unter Beweis gestellt und einen weiteren wichtigen Meilenstein der Bauphase abgeschlossen.

Als nächstes stehen die typische Außenbemalung mit Kussmund, Auge und Lidstrich, die Montage der Propeller sowie der Aufbau von Masten und Schornstein an, die wegen der Höhe des Schiffs von 69,3 Metern erst nach dem Ausdocken aus der Werfthalle montiert werden.

Foto: Michael Wessels / AIDA Cruises

Zu den Highlights an Bord des Schiffs einer völlig neuen AIDA Generation zählen u.a. die Erlebniswelten Theatrium, Brauhaus, Beach Club und das Four Elements, aber auch die 21 verschiedenen Kabinenvarianten von der Penthouse Suite über Familien- und Verandakabinen bis hin zu Einzelkabinen mit Balkon.
In genau drei Monaten, am 31. August 2018 wird AIDAnova im Rahmen des AIDA Open Air vor der Werfthalle in Papenburg getauft. Kapitän Boris Becker wird selbstverständlich vor Ort sein und die noch geheime Taufpatin bei der feierlichen Taufzeremonie begleiten. Neben einer fulminanten Inszenierung mit Feuerwerk wird Star-DJ David Guetta die Gäste mit einem Livekonzert begeistern.

Kurz nach der Taufe geht AIDAnova Mitte September auf ihre erste Reise und nimmt Kurs auf Eemshaven in den Niederlanden. Nach der Endausrüstung des Schiffes und verschiedenen Erprobungsfahrten wird AIDAnova am 15. November 2018 in Bremerhaven von der Meyer Werft an AIDA Cruises übergeben. Ab dann hat Kapitän Boris Becker das Kommando auf der Brücke von AIDAnova inne. Nach exklusiven Vorpremieren-Fahrten steuert Kapitän Becker das erste Kreuzfahrtschiff der Welt, das mit emissionsarmen Flüssigerdgas (LNG) betrieben werden kann, ab 2. Dezember auf der Jungfernfahrt von Hamburg zu den Kanaren. Hier verbringt AIDAnova ihre Premierensaison.

Auf der Webseite www.aida.de/genaumeinurlaub gibt es bereits zahlreiche Impressionen von AIDAnova, spannende Videos, 360°-Bilder von der neuen Kabinenvielfalt sowie Informationen zu den wichtigsten Meilensteinen des Bauprozesses. Die Reisen von AIDAnova sind im Reisebüro, im AIDA Kundencenter unter der Telefonnummer 0381/202 707 07 oder auf www.aida.de buchbar.

Nach Lesen dieses Pressetextes ist mir endlich aufgefallen, worüber ich bisher immer gestolpert bin, wenn es um das neue, LNG-basierende Antriebskonzept geht. Es heißt dort, AIDAnova sei „das erste Kreuzfahrtschiff der Welt, das mit emissionsarmen Flüssigerdgas (LNG) betrieben werden kann“. Kann. Wie in: kann, aber nicht muss? Zwar schreibt die Reederei auf ihrer Webseite unter dem Stichpunkt Green Cruising folgendes: „Die Motoren werden mit LNG versorgt, dem saubersten fossilen Brennstoff der Welt. Das Erdgas wird in drei Tanks bei -162 °C gelagert. Vor der Verflüssigung wird es in mehreren Stufen gesäubert. Dadurch verringern wir die Emission von CO2 um 20 Prozent, Stickoxide um 80 Prozent und den Ausstoß von Rußpartikeln und Schwefeloxiden sogar um 100 Prozent“, dennoch – aus irgendeinem Grunde bleibe ich an diesem kann hängen. Ist das nur mein Empfinden, oder wäre eine Formulierung wie „AIDAnova ist das erste Schiff, das ausschließlich mit LNG betrieben wird“ gleich ein ganz anderer Schnack?
Zumal auf der Webseite THB (Täglicher Hafenbericht) in einer Meldung aus dem Dezember 2017 über die Anlieferung der LNG-Sektion folgendes zu lesen ist: „In einem Jahr soll dieser als Flaggschiff von Aida Cruises zur Jungfernfahrt von Hamburg zu den Kanarischen Inseln auslaufen. Die „AIDAnova“ wird das erste Kreuzfahrtschiff mit einem Antrieb aus vier Dual-Fuel-Motoren des Typs MaK M46C sein, die überwiegend mit verflüssigtem Erdgas angetrieben werden“. Aha, überwiegend. Na wir werden sehen, wie grün die neue AIDA am Ende wirklich ist. Dass sie ökologisch allen anderen bisherigen Schiffen seemeilenweit voraus ist, daran dürfte wohl kein Zweifel bestehen. Für mich klar der bisher größte Schritt in die richtige Richtung, seit Schiffe nicht mehr mit Segeln unterwegs sind. Und, wer weiß, vielleicht kehren wir eines Tages zu dieser Antriebsform zurück? Zumindest teilweise. Das würde den Bedarf fossiler Brennstoffe weiter senken, die Emissionen sowieso.


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